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04.08.2007: BSI: Computer stärker bedroht

Die Entwicklung zeigt sich im neuen Zweijahresbericht des BSI zur Lage der IT-Sicherheit in Deutschland. 80 Prozent der Bundesbürger haben demnach bereits unliebsame Bekanntschaft mit Computer-Schädlingen gemacht, die sie sich durch verseuchte E-Mails, manipulierte Web-Seiten, Instant Messaging oder auf anderen Wegen eingefangen haben. Zwar sei das Sicherheitsbewusstsein gewachsen, erklärte BSI-Experte Günther Ennen: Die Verwendung von Virenschutzprogrammen auf privaten PCs stieg von 76 Prozent im Jahr 2004 auf inzwischen 90 Prozent, der von Firewalls von 46 Prozent auf 56 Prozent. Doch auch die Bedrohung sei raffinierter und professioneller geworden.

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Standen früher Computerviren im Vordergrund, die sich durch Störungen im Betrieb des Rechners meist schnell bemerkbar machten, stellt dem Bericht zufolge heute das so genannte Trojanische Pferd die größte Bedrohung dar.55,6 Prozent der im Jahr 2006 im Informationsverbund des Bundes registrierten Schadprogramme waren dem Bericht zufolge Trojaner, nur noch 9,9 Prozent Viren. Diese Trojaner seien "heute die aggressivsten Schadprogramme", sagte Ennen. Sie würden zunehmend auch in private Rechner eingeschleust, spähten dort Passwörter oder Dateiinhalte aus. Moderne Trojaner sind modular aufgebaut. Sie werden so von Virenschutzprogrammen nur noch schwer erkannt und sind darauf angelegt, möglichst lang unentdeckt auf dem Rechner zu arbeiten. Die laden bei Bedarf zusätzliche Programmteile aus dem Internet und können unter Umständen den Wirtsrechner vollständig kontrollieren. Auch gezielte Spionage wird dem Bericht zufolge zusehends häufiger: Gerade auch kleine und mittlere Firmen sind nach Angaben des BSI das Ziel. Wertvolles Firmenwissen werde ausgespäht. Selbst Erpressungsfälle seien bereits aktenkundig: Täter hätten gedroht, gestohlene Informationen an die Konkurrenz zu verkaufen oder zu veröffentlichen. Insgesamt müssten die Computernutzer lernen, wie man sich im Internet bewege, forderte Helmbrecht. "Es ist selbstverständlich, dass wir die Haustür abschließen. Es ist selbstverständlich, dass wir mit unseren Privatsachen sorgsam umgehen, dass wir unser Geld zur Bank tragen. Aber wir gehen oft naiv im Internet umher. Wir surfen auf vielen Seiten und sind uns gar nicht bewusst, was da passieren kann." Quelle: BSI (= Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) und Spiegel Online

By: Dr. H. Dolleschel

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