15.07.2007: Etwas gegen "Bill - Gates - Gedenkminute"?
Wer kennt das nicht: Nach dem Einschalten braucht der PC Minuten, bis er endlich einsatzbereit ist. Während dieser Zeit schaufelt der Rechner Daten von der Festplatte in den Arbeitsspeicher und bearbeitet diese Informationen mit seinem Prozessor. Doch mit dieser "Bill-Gates-Gedenkminute" könnte es eines Tages vorbei sein. Forscher der Universität Würzburg haben einen Datenspeicher entwickelt, der die Eigenschaften von beiden Systemen vereint. Zudem behält er die Daten auch nach dem Ausschalten in seinem "Gedächtnis". Aber bis zur Praxisreife dauert es noch lange....
Das Hauptproblem liege darin, dass die von den Forschern genutzte Gallium-Mangan-Arsenid-Mischung erst bei Temperaturen unterhalb Minus 270 Grad Celsius das gewünschte Verhalten an den Tag legen. Dennoch sind sie optimistisch, dass man einen Weg finden wird, das Funktionsprinzip auch bei normaler Raumtemperatur anzuwenden.
Doch bis das gelöst ist, muss man wahrscheinlich gar nicht warten. Bereits jetzt statten Hersteller wie Dell einige Notebooks mit sogenannten Flash-Festplatten aus. Die bieten ähnliche Vorteile wie Papperts Super-Speicher, sind allerdings noch sehr teuer und bislang nur mit geringen Kapazitäten erhältlich. Aber Preis und Leistung können sich in der IT-Industrie bekanntlich sehr schnell ändern.
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